Sie sind hier: Startseite
Lobpreis im Hauskreis oder der Gemeinde PDF Drucken E-Mail

Ziel des Lobpreises ist es, in die Gegenwart Gottes hinein zu führen. Um in einen solchen Dienst hineinzuwachsen, empfehle ich dir, in den folgenden Schritten vorzugehen:

Zunächst betest du Gott mit Liedern allein an. Für mich ist das meistens auch Bestandteil meiner so genannten Stillen Zeit. Einer Zeit, die ich am Tag allein vor Gott verbringe. Ich spiele dann Gitarre, höre auf Gott und spiele meiner Stimmung entsprechend Lieder für ihn oder lasse mich von ihm zu einem Thema führen und singe ein Lied, welches dazu passt. Wenn ich nicht höre oder empfinde, nehme ich einfach ein oder zwei Lieder, die mir gut gefallen. Meistens komme ich dann in seine Gegenwart.

Die nächste Stufe besteht darin, in einer Kleingruppe (5 bis 10 Personen) den Lobpreis zu leiten. Das solltest du entsprechend vorbereiten. Hierzu ist es hilfreich, die Lieder auswendig zu kennen und gut auf der Gitarre begleiten zu können. Eine vertraute Kleingruppe ist auch ein gutes Übungsfeld, um einmal das Leiten des Lobpreises auszuprobieren.

Eine weitere Stufe ist das Leiten von Lobpreis in einer größeren Gruppe (100 bis 200 Personen). Die Schwierigkeit liegt hier darin, dass die Gruppe wesentlich schwerer anzuleiten ist als eine kleine Gruppe. Da die Gruppe i. d. R. die Lieder kennt, kann hier eine echte Eigendynamik entstehen.

Hier heißt es, gut vorbereitet zu sein und die Texte durch eine weitere Person mit Folien oder per Beamer anzeigen zu lassen. Ggf. ist eine Band dabei, die sich auch untereinander abstimmen muss. Hierzu ist es am besten, eine gemeinsame Zeichensprache zu verabreden. Alles in allem also eine komplexe Angelegenheit, die etwas Übung erfordert.

Der Übergang von einem zum anderen Lied soll fließend sein. Du musst auf die Teilnehmer eingehen. Zunächst müssen sie ankommen und hinter sich lassen, was sie beschäftigt, um sich auf Gott ausrichten zu können. Am Anfang singe ich oft erst Danklieder, um in die Anbetung hineinzuführen.

Du musst ihnen sagen, was sie machen sollen. Ob sie Gott danken sollen, ob anhand der Bibel gebetet werden soll oder weiter gesungen wird.

Musikalisch ist es wichtig, nicht zu lange in der Moll-Tonart zu bleiben, sondern zwischen Dur und Moll zu wechseln. Ein Tonartenwechsel nach oben steigert die Intensität. Auch muss die Anschlagtechnik der rechten Hand dem Lied gerecht werden. Du kannst zupfen, schlagen oder auch dämpfen.

Mein Tipp: Suche dir andere Menschen, die bereits im Dienst des Lobpreises stehen, und tausche dich mit ihnen aus. Und besuche Schulungen oder Konferenzen zu diesem Thema.

 
< Zurück   Weiter >
English SummaryKontaktImpressumAGBSitemap